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Die Wiener Historische Forschung wurde von Kathrin Merle Bieber, Vanja Eichberger, Jutta Fuchshuber und Andreas Kern im Mai 2009 gegründet. Alle Mitglieder studieren an der Universität Wien das Diplomstudium der Geschichtswissenschaft.

Kathrin Merle Bieber interessiert sich in ihrem Studium  – beeinflusst durch die Kombination von Jus und Geschichtswissenschaften – vor allem für die Verwendung von „Recht“ als  Verbrechen am Beispiel des Nationalsozialismus / für die Verwendung von „Recht“ im Nationalsozialismus, um Verbrechen zu legitimieren.  Einen weiteren Schwerpunkt nehmen die Historischen Hilfswissenschaften ein – vor allem im Bereich der digitalen Medien und ihren Einfluss auf die Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert.
Vanja Eichberger hat sich vor allem auf das „lange“ 19. Jahrhundert im südosteuropäischen Raum konzentriert, mit besonderem Augenmerk auf Montenegro und Dalmatien mit Herzegowina. Fachlich widmet er sich vor allem der wissenschaftlichen Textproduktion.
Der Interessens- und Forschungsschwerpunkt von Christina Felzmann liegt im musealen Bereich, beeinflusst durch ihre fünfjährige Tätigkeit im Kunsthistorischen Museum Wien neben dem Studium. Hierbei sind das Ausstellungswesen und die Vermittlung historischer Quellen zwei ihrer wesentlichen Themengebiete. Aktuell liegt der Fokus im Bereich des Kunstraubes während der NS-Zeit, Arisierungen und Liquidierungen von Kunsthandlungen in Wien 1938.
Jutta Fuchshuber hat in ihrem Studium den Schwerpunkt Zeitgeschichte gewählt, mit Fokus auf die Geschichte Österreichs. Ihre Arbeitsmethode zeichnet sich durch die Recherche und Verwendung von historischen Quellen aus.
Determiniert durch seine Vorbildung hat Andreas Kern das thematische Hauptaugenmerk seines Studiums auf die Teilbereiche Technik- und Wirtschaftsgeschichte ausgerichtet. Insbesondere die lebensnahe, allgemeinverständliche Darstellung von komplexen wirtschaftlichen Vorgängen abseits von ExpertInnen-Zirkeln ist ihm ein besonderes Anliegen und kennzeichnet seine methodische Arbeitsweise.

Ihre Aufgaben sieht die Wiener Historische Forschung in der Arbeit mit historischen Quellen und in der Wissensvermittlung. In diesem Zusammenhang ist die Hinterfragung gewisser tradierter Geschichtsbilder (Volksmythen) über bestimmte Vorgänge wichtig ohne über diese nachträglich moralisierend zu richten. Vielmehr sollte es – frei nach Marc Bloch – das Interesse eines jeden Historikers sein, unbedingte Klarheit über verworrene Vorgänge zu erlangen. „Verstehen“ und nicht „Urteilen“ ist somit seiner Ansicht nach die zugrundeliegende Aufgabe der Geschichtswissenschaft.

Im aktuellen Forschungsprojekt werden die "Arisierungen" und Liquidierungen von jüdischen Unternehmen in Wien aufgearbeitet und infolge dessen werden die Ergebnisse präsentiert. Einige WissenschaftlerInnen haben sich dieser Thematik angenommen und Fallstudien publiziert, wie der Forschungsstand zeigt. Unser Ziel ist die systematische Erfassung und Dokumentation der erhaltenen Daten, sowie die Interpretation verschiedener Aspekte.

 
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